« 24. Juli 2010 » Rhein-Neckar-Racer vorne im Elitefeld
CRAFT-bike-Transalp
8. Etappe von Madonna di Campiglio nach Riva del Garda
Ein sensationeller Abschluss der achten Etappe, mit dem niemand gerechnet hätte! Die letzte Renndistanz der Transalp über 74,90 Kilometer und 1.770 Höhenmeter endete für die Rhein-Neckar-Racer vom TV Viernheim 1893 mit einer Top-Platzierung im Weltklassefeld.
Das Fehlverständnis des Reglements führte dazu, dass die komplette Renntaktik an diesem Tag darauf ausgelegt wurde, den 25. Platz der Gesamtwertung zu erreichen, um in die Weltcup-Wertung zu kommen. Schon dieses Ziel grenzte an das Unmögliche, denn es mussten ganze 17 Minuten auf den 25-platzierten aufgeholt werden.
Doch das junge Team mit Florian Eitel und Jonas Katzer hatte sich an diesem Tag selbst übertroffen und eine unglaubliche Leistung vollbracht. Gleich am Anfang schossen sie ins Vorderfeld ein und hielten sich bis zum Schluss darin auf. Es ging mit einem hohen Tempo zu und jeder Mann fuhr am Limit.
Letzte Woche stand noch nicht einmal fest, ob Jonas nach einem schweren Sturz im Training, bei der Transalp starten kann. Aber er und Florian fanden von Etappe zu Etappe immer besser ins Rennen und krönten dies am achten Tag nach 3:15 h mit einem 14. Platz in der Tageswertung. Dadurch erreichten sie auch den ersehnten 25. Platz in der Gesamtwertung der Männer. Leider erfuhr man nach dem Zieleinlauf, dass die begehrten Weltcup-Punkte nur die ersten 25 der Overall-Wertung bekommen, in der Jonas und Flo den 38. Rang belegen.
Sascha Lieb nach dem Finish: „Ich habe die Jungs während des Rennens dreimal gesehen. Sie sind sehr gefahren und haben durchgehend hart gearbeitet. Meiner Meinung nach war es das beste Rennen ihrer Karriere. Es ist eine hervorragende Leistung in so einem international stark besetzten Feld unter die ersten 14 gefahren zu sein, obwohl sie schon sieben harte Etappen in den Beinen hatten. Heute hat einfach alles gestimmt und ich bin sehr stolz auf Flo, Jonas und Hannes, der 2 Minuten vor den beiden ins Ziel kam.“
Hannes Diether, der seit der vierten Etappe als Individual Finisher unterwegs war, sollte das Team während des Rennens unterstützen. Er blieb stets an ihrer Seite, wurde vierter und lieferte somit auch ein Spitzenergebnis ab.
Thomas Schnurstein fuhr die Transalp ebenfalls nach 3:36 h als 12-ter Individual Finisher zu Ende. Danach war er überglücklich, dass er diese schwierige Herausforderung bis zum Schluss gemeistert hatte. Denn nachdem sein Team-Partner Sascha während der vierten Etappe aufhören musste, war Thomas anfangs nicht sicher, ob er das Rennen weiterfahren sollte.
Einen herzlichen Glückwunsch an alle vier Rhein-Neckar-Racer, dass sie den härtesten MTB-Wettkampf so erfolgreich abschließen konnten!
« 23. Juli 2010 » Rhein-Neckar-Racer in den TOP 20
CRAFT-bike-Transalp – 7. Etappe von Malé nach Madonna di Campiglio
Die sensationelle Aufholjagd in den Bergen fand in der vorletzten Etappe am Freitag, 23.07.2010 einen neuen Höhepunkt. Mit nur 47,73 Kilometern war es zwar keine lange, aber eine technisch umso anspruchsvollere Rennstrecke. Den Rhein-Neckar-Racer vom TV Viernheim 1893 standen viele Anstiege mit insgesamt 2.321 Höhenmetern und nur wenige Abfahrten bevor.
Auch heute zeigten Florian Eitel und Jonas Katzer wieder ihre unglaubliche Topform, indem sie sich unter schwierigen Umständen bis zum 19. Platz vorkämpften. Es lief alles nach Plan und dieses Mal ohne Defekte. Direkt nach dem Start ging es bergauf nach Bolentina. Dort fuhren Flo und Jonas konstant und kontrolliert ihren Rhythmus, wodurch sie schon früh Platz und Platz gutmachen. Bereits da war klar, dass heute einiges drin ist. Ab dem 12 bis zum 35 Kilometer wurde die stetige Bergauffahrt nur durch kurze Abfahrten unterbrochen. Hier gaben die beiden richtig Gas und fuhren immer weiter nach Vorne.
Auf den letzten 10 Kilometern wurden sie dann ordentlich nass als es plötzlich heftig zu regnen anfing. Nach 3:02 h hatten es die Jungs schließlich geschafft als 19-te über die Ziellinie zu fahren. Was für ein großartiger Erfolg für die zwei Youngstars!
Durch diese hervorragende Leistung konnten sie sich in der Gesamtwertung auf den 27. Platz vorarbeiten. Nun sind die begehrten Weltcup-Punkte in Sicht, die unter den ersten 25 Teams der Gesamtwertung vergeben werden. Um den ersehnten 25. Rang zu erreichen, müssten noch zwei andere Teams überholt werden. Auf dem 26. Platz liegt mit 10 Minuten Vorsprung das Team „Die Touristen“ und auf dem 25. Platz mit 17 Minuten Vorsprung das Team „tepelna cerpadla ivt“. Eigentlich ist es schier unmöglich diese Zeiten noch auf der letzten verbleibenden Etappe am Samstag nach Riva del Garda aufzuholen, aber mit einer ausgeklügelten Renntaktik, die am Abend besprochen wird, könnte das Wunder vollbracht werden.
Hannes Diether, der sich heute geschont hatte, um Flo und Jonas bei ihrer wichtigsten Etappe in die TOP 25 zu unterstützen, kam nach entspannten 4:29 h ins Ziel.
Nach 3:29 h war auch für Thomas Schnurstein der Regentanz in den Bergen endlich beendet, was ihm den 12. Platz in der Wertung der Individual Finisher einbrachte.
Nun sind wir alle aufs Äußerste gespannt, was uns der morgige Tag bringen wird!
« 22. Juli 2010 » Rhein-Neckar-Racer nach Defekten auf Aufholjagd
CRAFT-bike-Transalp – 6. Etappe von Ponte di Legno nach Malé
An diesem Donnerstag, 22. Juli 2010 stand eine weitere Rennetappe durch Italien mit 72,61 Kilometern auf dem Plan. Unser Rhein-Neckar-Racing-Team und die verbliebenen zwei Einzelfahrer Hannes Diether und Thomas Schnurstein fühlten sich erholt von der gigantischen Fahrstrecke vom Vortag und stellten sich pünktlich zum Start um 9:00 Uhr im Fahrerblock B auf.
Die Renntaktik von Florian Eitel und Jonas Katzer ging von Anfang bis zum Ende ganz auf, obwohl ihnen das Pech auf den Fersen war. Jonas hatte erneut einen platten Reifen und danach eine klemmende Kette, was die beiden Jungs wertvolle Minuten kostete. Hinzu kam, dass sie in absteigenden und schmalen Trails von einigen langsamen Fahrern ausgebremst wurden, die sie während der Instandsetzung der Defekte überholt hatten. Nichtsdestotrotz kämpften Florian und Jonas weiter um jeden Platz und kamen nach 4:06 h als 34-ster ins Ziel. Somit haben sie sich in der Gesamtwertung wieder um einen Platz (29.) verbessert.
Die Individual Finisher Thomas Schnurstein und Hannes Diether hatten es ebenfalls nicht leicht. Gleich zu Beginn wurde Thomas von einem anderen Fahrer abgeschossen und stürzte schwer. Mit mehreren Schürfwunden und einer Prellung am Jochbein sprang er sofort wieder auf sein Fahrrad und gab Gas. Danach ereilten ihn zwei platte Reifen, was ihn aber auch nicht daran hinderte nach der Reparatur erneut aufzusteigen und das Rennen nach 4:40 h als 15-ter abzuschließen.
Hannes Diether blieb stets an der Seite von Florian und Jonas. In einem engen Trail wurde er von seinem Bike abgeworfen, konnte sich schnell sammeln und bald wieder zu Florian und Jonas aufschließen. Auch als das Team mit Defekten zu tun hatte, blieb er bei ihnen, um sie bei der Aufholjagd zu unterstützen. Somit fuhren sie zu Dritt über die Ziellinie, was Hannes in der Wertung für Individual Finisher den 6. Platz einbrachte.
« 21. Juli 2010 » Rhein-Neckar-Racer und die Königsetappe
CRAFT-bike-Transalp – 5. Etappe von Livigno nach Ponte di Legno
Nach zwei harten Rückschlägen am Tag der vierten Transalp-Etappe, müssen nun Florian Eitel und Jonas Katzer die Farben der Rhein-Neckar-Racer vom TV 1893 Viernheim hochhalten und gingen am Mittwoch, 21.07.2010 extrem motiviert auf die Königsetappe. Diese setzte sich aus 106,87 Kilometern und 3.461 Höhenmetern zusammen und verlange von den Fahrern alles ab.
Bereits an den ersten Berganstiegen versuchten sie sich durch tiefen Schotter mit ganzer Kraft nach Vorne zu arbeiten und überholten ein Team nach dem anderen. An diesem Tage übernahm Jonas die Führungsarbeit, weil Flo ihm die Tage zuvor sein Hinterrad schenkte. Ihre Aufholjagd wurde leider durch einen platten Reifen bei Jonas´ Fahrrad unterbrochen. Dies hinderte sie jedoch nicht daran, nach beeindruckenden 6:19 h auf einen 29-sten Platz zu fahren, da andere Teams noch nach 9 Stunden nicht zu sehen waren. In der Gesamtwertung sind sie jetzt auf dem 30 Platz zu finden.
Florian und Jonas erzählten bei der allabendlichen Pasta-Party, dass es für sie eines der härtesten Wettkampfstrecken ihrer bisherigen Rennerfahrung gewesen sei. „Am längsten Berganstieg der Etappe ab dem 70-sten Kilometer haben uns echt die Beine geglüht und die verbleibenden 20 Kilometer waren eine ganz schöne Quälerei. Wir waren überglücklich, als wir das Ziel vor Augen hatten“, sagte Florian.
Hannes kam heute nach 6:13 h und als fünfter Individual Finscher ins Ziel. Thomas brauchte 6:25 h und wurde Zehnter.
Nun hoffen wir, dass sich die alle von den Strapazen des Rennens schnell erholen und auf der sechsten Etappe nach Malé in Val di Sole wieder attackieren können.
« 20. Juli 2010 » Rhein-Neckar-Racer nur noch zu zweit
CRAFT-bike-Transalp – 4. Etappe von Scuol nach Livigno
Ein schwarzer Tag für die Rhein-Neckar-Racer. Denn gleich für zwei von den drei Teams ist die Transalp zu Ende.
Schon am Abend zuvor fühlte sich Knut Höfler, trotz eines erfolgreichen dritten Renntages, angeschlagen. Am Morgen vor der vierten Etappe, bei der es von der Schweiz in das italienische Livigno ging, musste Knut mit starken Kopf- und Gliederschmerzen das Rennen aufgeben und trat die Heimfahrt nach Deutschland an, um schnellstmöglich zu genesen. Durch diesen Ausfall ist es nun auch für seinen Rennpartner Hannes Diether nicht mehr möglich, in der Transalp-Wertung mitzufahren.
Das zweite Unglück ereilte das Team mit Sascha Lieb und Thomas Schnurstein. Nach einem guten Start auf die 73,91 Kilometer lange Strecke, musste Sascha bei Kilometer 35 wegen Atemnot und Brustschmerzen aufgeben. Die Entscheidung erwies sich mehr als richtig, denn noch am Mittag wurde er mit Fieber und Schüttelfrost in ein Krankenhaus in Livigno eingewiesen. Nachdem in der Nacht das Fieber abgeklungen war und Sascha sich wieder gut fühlte, durfte er das Krankenhaus am nächsten Morgen verlassen. Für die restlichen 4 Etappen wird er den verbleibenden Fahrern als Betreuer und Team-Manager zur Seite stehen, da ihm die Ärzte davon abgeraten haben, erneut in den Wettkampf einzusteigen. Allerdings ist somit das Team-Rennen auch für Thomas beendet, der die vierte Etappe alleine abschloss.
Aber es gibt auch gute Nachrichten über die Rhein-Neckar-Racer vom TV 1893 Viernheim zu verkünden: Das verbleibende Duo aus Florian Eitel und Jonas Katzer ist kaum noch zu bremsen. Sie steigern ihre Leistung von Rennen zu Rennen. Auch dieses Mal kämpften sich die Jungs ganze 2.377 Höhenmeter hinauf, fühlten sich durchweg gut und kamen nach 3:48 h ins Ziel. Mit einem 25. Platz haben sie sich um 7 Plätze verbessert und belegen nun in der Gesamtwertung den 35. Rang.
Hannes Diether und Thomas Schnurstein sind jetzt als Einzelfahrer unterwegs. Sie werden als Individual Finisher gewertet. Hannes kam mit einer Fahrzeit von 3:48 h ins Ziel und belegte schon mal einen sensationellen 1. Platz in der Tageswertung. Thomas, der Hannes bis zum 35 Kilometer begeleitete, kam nach 4:19 h ins Ziel und wurde vierter.
« 19. Juli 2010 » Rhein-Neckar-Racer erstürmen den Gipfel
CRAFT-bike-Transalp – 3. Etappe von Ischgl nach Scuol
Am dritten Tag hieß es bergauf und noch mal bergauf. Denn gleich zu Beginn der Etappe brachen die Rhein-Neckar-Racer zum höchsten Berg des Transalp-Rennens, dem Idjoch (2.737 Hm), auf. Knapp 15 Kilometer am Stück mussten sich die Fahrer hoch kämpfen, womit aber nur ein Teil der insgesamt 73,64 Kilometer langen und schwierigen Renndistanz der 3. Etappe geschafft war.
Das atemberaubende Bergpanorama und das sonnige Wetter auf dem Weg in die Schweiz spiegelten an diesem Montag das, was jedes Jahr über 1.000 Biker zur Transalp lockt. Alle drei Teams von Rhein-Neckar-Racing erreichten erschöpft, aber überglücklich einen der härtesten Renntage überwunden zu haben, das Ziel.
Das Team mit Florian Eitel und Jonas Katzer findet von Tag zu Tag besser in das Renngeschehen. Als erste Rhein-Neckar-Racer kamen sie nach nur 3:52 h ins Finish. „Es lief für uns bei den Aufstiegen einwandfrei. Wir konnten endlich locker auffahren und unsere Stärke in den Bergen unter Beweis stellen. Ich hoffe, dass es morgen genauso super weiter läuft“, so Florian direkt nach dem Rennen.
Mit einer kurzen Irrfahrt bei Kilometer 45 hatten es Knut Höfler und Hannes Diether zu tun. Sie übersahen eines der Richtungsschilder und verloren dadurch einige Minuten. Jedoch, beide an diesem Tage in Topform, holten ein Team nach dem anderen wieder ein und fuhren lediglich drei Minuten nach Florian und Jonas ins Ziel. In der Gesamtwertung sind sie um weitere zwei Plätze auf den 43. Rang vorgerückt.
Umso ernüchternder war die Etappe für Sascha Lieb und Thomas Schnurstein. Sascha zeigte leichte Schwächen als es in Richtung Idjoch hinauf ging. Die Beine wollten nicht so wie gewohnt, so, dass Sascha meinte sehr weit hinten zu liegen. Dank ihrer Swiss Eye-Radbrille hatten die Jungs jederzeit den Durchblick, konnten auf der Abfahrt wieder einige Plätze gutmachen und schafften es doch noch das Rennen nach 4:10 h als 23. zu beenden. Zum Glück hatte der kleine Schwächeeinbruch keinen Einfluss auf die Gesamtplatzierung der Master-Klasse. Denn die beiden Fahrer liegen immer noch 2 Minuten vor dem 14. Platz des Teams FunSport. Jetzt gilt es den 13. Rang zu verteidigen.
« 18. Juli 2010 » Rhein-Neckar-Racer über alle Berge
CRAFT-bike-Transalp – 2. Etappe von Imst nach Ischgl
Nach einem erfolgreichen Abschluss des ersten Transalp-Tages starteten die Rhein-Neckar-Racer wieder voller Elan und Euphorie in das zweite Rennen am Sonntag, 18. Juli 2010, bei dem es über eine Gesamtstrecke von 76,92 Kilometern auf 3.184 Höhenmeter hinauf ging.
Bis kurz vor dem Startschuss stand noch gar nicht fest, ob die 2. Etappe, wie geplant, stattfinden kann. Denn schon am frühen Nachmittag begannen im Gurgltal starke Regen- und Hagelfälle, so, dass Zufahrtswege nach Ischgl gesperrt werden mussten und die Polizei erst in den Morgenstunden entscheiden konnte, ob die Straßen freigegeben werden können.
Zum Glück stand die Natur dann doch noch auf der Seite der knapp 1.100 Starter, die schließlich erleichtert aufatmeten und in das schöne Ischgl aufbrachen.
Alle drei Teams von Rhein-Neckar-Racing fanden sofort gut ins Rennen, bei dem es gleich zu Anfang galt, den höchsten Berg der zweiten Etappe, die Venetalm (2.000 Hm), zu bezwingen.
Hannes Diether und Knut Höfler fuhren durchweg ein schnelles Tempo und überholten ein Team nach dem anderen. Dieses Mal, absolut pannenfrei, erreichten sie nach 4:22 h das Ziel und landeten somit auf dem 29. Platz in der Tageswertung und rückten in der Gesamtwertung auf den 45. Platz vor.
Für Florian Eitel und Jonas Katzer lief es ebenfalls wie am Schnürchen. Mit einer Rennzeit von 4:32 h konnten sie auf den 47. Rang in der Gesamtwertung vorfahren.
Nur wenige Sekunden vor ihnen trafen Sascha Lieb und Thomas Schnurstein im Finish ein. Mit einem 13. Platz konnten sie sich um einen Platz verbessern und sind zuversichtlich in Laufe der verbleibenden 6 Etappen weiter vorrücken zu können.
„Morgen, bei der dritten Rennetappe nach Scuol in der Schweiz, wird sich herausstellen, wer in den ersten zwei Tagen zu viel Gas gegeben hat. Denn gleich kurz nach dem Start steht das Idjoch, der höchste Berg des Transalp-Rennens mit 2.737 Höhenmetern, an, der von jedem Fahrer alles abverlangen wird“, sagte Sascha.
« 17. Juli 2010 » Rhein-Neckar-Racer auf dem Weg nach Österreich
CRAFT-bike-Transalp – 1. Etappe von Füssen nach Imst
Am Samstag, 17.07.2010 war es soweit: um 9:30 Uhr begann für die Rhein-Neckar-Racer der Aufbruch zum großen Alpenabenteuer. Auf der ersten Etappe mussten 78,86 Kilometer und 1.939 Höhenmeter überwunden werden.
Schon am Freitag reisten die sechs Fahrer in Begleitung der beiden Betreuer in dem wunderschönen Füssen im Allgäu an, um die nötigen Vorbereitungen für einen reibungslosen Start am nächsten Tag zu treffen und die Quartiere zu beziehen. Es wurde akkreditiert, ausgeladen und natürlich stand auch wieder eine lockere Trainingseinheit an. Die Aufregung konnten schließlich alle bei der allabendlich stattfindenden Pasta-Party ausklingen lassen.
Nach einem reibungslosen Rennstart ging es für die drei Teams auf nach Imst in Österreich.
Sascha Lieb und Thomas Schnurstein erwischten eine gute und schnelle Fahrergruppe, in der sie sich erst einmal bis Lermoos, wo es auf den höchsten Berg der ersten Etappe ging, aufhielten. Ab dem Anstieg fuhren sie dann ihr eigenes Tempo und kamen nach 3:28 h sehr zufrieden ins Ziel. In der 149-Mann starken Masterklasse belegten sie den 14. Platz.
Über das zweite Team lässt sich ebenfalls Gutes berichten. Denn Jonas Katzer, bei dem es bis zum letzten Tag nicht feststand, ob er wegen seiner starken Trainingsverletzung starten kann, biss sich mit seinem Rennpartner Florian Eitel bis zum Schluss durch. Mit 3:34 h erreichten sie den 59. Rang von 244 Startern innerhalb der Männerklasse.
Auch Knut Höfler und Hannes Diether schlossen das Rennen erfolgreich nach 3:41 h ab, obwohl es während des Wettkampfes für beide Fahrer mit 2 platten Reifen nicht optimal lief. Dennoch schafften sie es immer wieder das Feld von hinten aufzuholen und konnten somit den einen oder anderen Platz wieder gutmachen.
Nach dem Rennen wurden fuhren alles erschöpft aber glücklich in ihre neuen Unterkünfte, um sich für die zweite Etappe nach Ischgl zu regenerieren.
« 17. Juli 2010 » Rhein Neckar Racer starten bei der Transalp
Nach mehreren Monaten Vorbereitung ist es nun endlich soweit: Die Rhein Neckar Racer starten am Samstag, 17. Juli 2010 bei dem wohl härtesten Mountainbike-Rennen - der CRAFT-bike-TRANSALP. In acht Etappen geht es über die Alpen im ultimativen Höhenrausch von Deutschland nach Italien.
Es beginnt in Füssen im Allgäu. Die Route führt über die Etappenorte Imst und Ischgl (Österreich), Scuol (Schweiz), Livigno, Ponte di Legno, Malè im Val di Sole-Tal und Madonna di Campiglio (Italien) bis schließlich am 24. Juli das Ziel Riva del Garda erreicht ist.
Das härteste Mountainbike-Rennen der Welt hat auch 2010 wieder internationale Weltklasseprofis sowie zahlreiche Amateurteams aus rund 36 Nationen wie Australien, Kanada, Südafrika, Israel, Neuseeland, Thailand, Costa-Rica und nahezu allen europäischen Ländern in die Alpen gelockt. Diese kämpfen in den Kategorien Herren, Damen, Mixed Männer, Masters Männer und Grand Masters Männer um den begehrten Sieg.
605 Kilometer und 19.791 Höhenmeter bewältigen die ca. 540 Zweier-Teams in acht Tagen auf ihren Bikes. Die 1.100 Startplätze für das seit 1998 jährlich stattfindende Mountainbike-Rennen, waren sehr schnell ausgebucht. Die Rhein Neckar Racer konnten sich drei der begehrten Startplätze sichern.
Team 1 setzt sich aus Hannes Diether und Knut Höfler zusammen. Für Hannes ist es das erste Etappenrennen, der aber bestimmt von Knuts langjähriger Rennerfahrung profitieren wird.
Team 2, das Joungstar Team, bilden Florian Eitel und Jonas Katzer. Bei einer der letzten Trainingseinheiten am vergangenen Sonntag, stürzte Jonas schwer und zog sich eine schwere Wirbelsäulenstauchung zu. Bis jetzt ist es noch nicht klar, ob er am Samstag in Füssen starten wird. Dr. Andreas Venninger von Vitalis Orthomed in Dossenheim, der das Team in der ganzen Vorbereitungszeit betreut und schon den einen oder anderen Fahrer nach einem Sturz wieder fit bekommen hat, ist aber zuversichtlich, dass Jonas sich schnell erholt und ins Rennen gehen kann. Einen großen Dank an Herrn Dr. Venninger und eine schnelle Genesung an Jonas!
Team 3, das Masterteam, besteht aus Thomas Schnurstein und Sascha Lieb. Beide Rennfahrer sind bereits einmal bei der Transalp gestartet und freuen sich schon riesig auf diese große Herausforderung.
Das Betreuerteam bilden Viktoria Schendik und Mario Stuth, die für das Wohl der Fahrer und die Unterkünfte in den Etappenorten sorgen werden. Auch den Betreuern möchten wir hiermit schon mal einen großen Dank aussprechen.
Die Rhein Neckar Racer sind bestens vorbereitet. Im März flogen Knut und Sascha in ein Trainingslager auf Zypern, um an Ihrer Grundlage zu arbeiten. Die anderen Fahrer erarbeiteten sich die Grundlage unter anderem auf den Spinning-Rädern in den Pfitzemeier-Studios. Der Trainingsplan der letzen Monate sah Intervalle und Kraft vor. Die Rennen der letzen Wochen brachten dann noch die nötige Rennhärte ein. Sascha Lieb sagt: „Nun wird es endlich Zeit, dass die Transalp beginnt. Die Jungs sind topfit und haben hart trainiert. Das beweisen die Ergebnisse der letzen Wochen. Während der Transalp werden wir jeden Tag von unseren Erlebnissen berichten.“
« 26. Juni 2010 » Rund im Odenwald
14. Internationaler Spessart-Bike-Marathon in Frammersbach
Platz 2 beim Teamsprint
Schon samstags, am 26.06.2010, fand der Teamsprint statt, bei dem das Team
Rhein-Neckar-Racing den 2. Platz belegte. Nachdem Florian Eitel noch auf
Position sieben liegend, an Hannes Diether übergab, konnten Hannes und
danach vor allem Jonas Katzer mit einer beeindruckenden Leistung auf
Position 2 vorfahren. Sascha Lieb, der die finale Runde fuhr, hatte jedoch
das drittplatzierte Team direkt am Hinterrad. Nur kurzzeitig fiel er auf
Platz 3 zurück, kämpfte sich allerdings wieder heran und gab den 2. Platz in
der Zielabfahrt nicht mehr her.
Am darauf folgenden Sonntag standen sechs Rhein-Neckar-Racer im
radverrückten Frammersbach am Start. Jonas Katzer, Hannes Diether und
Florian Eitel nahmen an der deutschen Hochschulmeisterschaft teil, die auf
der Langstrecke über 117 Kilometer und 3.100 Höhemetern ausgetragen wurde.
Da es sich um ein Rennen der höchsten Kategorie handelte und Weltcuppunkte
vergeben wurden, reihte sich ein entsprechend starkes Fahrerfeld an der
Startlinie auf. Nach dem Startschuss konnten Hannes und Jonas in der
Spitzengruppe den ersten Anstieg überwinden, während Flo nicht richtig in
Schwung kam und sie ziehen lassen musste.
Ein ständiges Überholen, in dem keine richtige Gruppenarbeit zu Stande kam,
zeichnete den ersten Teil des Rennens aus. Dann wurden die Löcher größer und
jeder fuhr sein eigenes Rennen. „Die letzten 45 Kilometer war ich quasi
allein unterwegs. Gegen Ende konnte ich noch ein paar Plätze gut machen,
wurde aber auch kurz vor dem Ziel noch abgesprintet“, erzählte Hannes.
Dennoch zeigte er sich mit einer guten Zeit von fünf Stunden und knapp zwei
Minuten auf einem 13. Platz der Hochschulmeisterschaften zufrieden.
Jonas musste sich nach den ersten Kilometern in der Spitzengruppe,
eingestehen, dass das Tempo zu hoch war. „Dass ich den ersten Teil der
Strecke zu schnell angegangen bin, spürte ich dann in der zweiten Runde, als
ich am Berg ganz schön zu kämpfen hatte“, so Jonas nach dem Rennen. Am
letzten Anstieg stellte er einmal mehr seine Kämpfernatur unter Beweis,
indem er noch zwei Plätze gut machte. Eigentlich hatte Jonas sich eine
bessere Platzierung erhofft, jedoch meinte er, dass wegen seiner schlechten
Renneinteilung einfach nicht mehr drin war. Jonas wurde 15. der Deutschen
Hochschulmeisterschaft.
Einen schlechten Tag schien Flo erwischt zu haben. Nach großen Problemen in
der Anfangsphase, fiel er ins Mittelfeld zurück. Erst nach ungefähr 60
Kilometern gaben die Beine mehr her und er konnte in der zweiten Hälfte des
Rennens noch einige Positionen herausholen. „Es war für mich heute einfach
nicht möglich ans Limit gehen. Die einzige Chance war, mit angezogener
Handbremse weiterzufahren, um abzuwarten, ob vorne noch einige Fahrer
einbrechen.“ Für Florian hieß es im Finish: 16. Platz der Deutschen
Hochschulmeisterschaften.
Knut Höfler, Sascha Lieb und Mario Stuth starteten auf der Mittelstrecke mit
64 Kilometern und 1.700 Höhenmetern. Knut, der sich derzeit in
herausragender Form präsentiert, fuhr die ersten 8 Kilometer locker mit der
Spitzengruppe mit. Bei den ersten Attacken merkte er jedoch, dass das nicht
sein Tag war und musste einen Gang rausnehmen. Alles Weitere war für ihn
dann nur noch ein Trainingsrennen, das er aber dennoch auf einem
ordentlichen 11. Rang in seiner Altersklasse beendete.
Sascha, weiterhin mit aufsteigender Form, konnte dieses Mal mit der
Spitzengruppe gehen, musste diese aber nach sechs Kilometer ziehen lassen.
Mit der Unterstützung von Mario, versuchte er eine Verfolgergruppe zu
organisieren. „Auf der ersten langen Abfahrt haben wir es voll krachen
lassen und konnten wieder zur Spitzengruppe aufschließen. Das war ein
richtig gutes Gefühl. Als jedoch das Tempo wieder angezogen wurde, war klar,
dass die Jungs da vorne, es heute wissen wollen und deswegen mussten wir sie
ziehen lassen“. Mario, dem noch die Strapazen von einem Triathlon-Wettkampf
zu schaffen machten, fiel zurück und von da an fuhr Sascha sein eigenes
Rennen und konnte noch den einen oder anderen Fahrer überholen. Durch einen
schweren Sturz wurde seine Fahrt abrupt unterbrochen.
Nachdem er sich wieder gesammelt und das Fahrrad gerichtet hatte, fuhr er
das Rennen zu Ende und wurde noch 21-ster in seiner Altersklasse. Sascha
nach dem Rennen: „Ich habe keine Ahnung was passiert ist, aber mein Bike hat
mich einfach wie ein störrischer Gaul abgeworfen. Zum Glück ist alles
glimpflich verlaufen. Jetzt steht dem Start bei der Transalp in 2 Wochen
nichts mehr im Wege.“
« 12. Juni 2010 » Rund im Odenwald
Es ging rund im Odenwald – Drei Rhein-Neckar-Racer versuchen sich beim Straßenrennen
Am Samstag, 12. Juni 2010 starteten Jonas Katzer, Mario Stuth und Hannes Diether beim C-Klasse-Straßenrennen „Rund im Odenwald“ in Erbach.
Auf einer Strecke von 103 Kilometern mit Bergankunft war die richtige Renntaktik von entscheidender Bedeutung. Und das stellte sich für Jonas und Hannes, die zum ersten Mal an einem Straßenrennen teilnahmen, als nicht so einfach heraus. So richtig verstanden hat das Hannes bis heute nicht: „Die Fahrer rasen wie verrückt in den Berg rein, oben lassen sie die Beine baumeln und bergab können sie auch nicht gescheit fahren“ meinte er am Ende des Rennens, das für ihn schon vor Erreichen der Ziellinie kam. „Ich habe den Anschluss zur Verfolgergruppe nicht geschafft und in meiner Gruppe wollte keiner arbeiten. Und dann wundern sie sich, dass wir vorzeitig aus dem Rennen genommen werden. Um bei Straßenrennen mitzuhalten, muss ich noch einiges dazulernen“. Sein letztes Straßenrennen sollte es somit nicht gewesen sein.
Deutlich besser klappte die Zusammenarbeit in den Gruppen, in denen Jonas und Mario, der schon einige Wettkämpfe dieser Art absolviert hatte, fuhren. Vor allem Jonas hielt sich konstant in der Verfolgergruppe. Mario, der erst im letzten Drittel des Rennens an ihn aufschließen konnte, opferte sich auf den letzten zehn Kilometern in einer Attacke für Jonas, damit Jonas noch genügend Kraft für den letzten sieben Kilometer langen Berg hatte.
Die genaue Platzierung konnte nicht herausgefunden werden, da nur bis Platz 20 gewertet wurde. Jedoch müsste sich Jonas um den 30. Rang bewegen, mit dem er sehr zufrieden ist, da es sein erstes Straßenrennen war. „Eine sehr interessante Erfahrung und einfach etwas anderes, das man durchaus ab und zu machen kann“, kommentierte er seine Eindrücke nach dem Wettkampf.
Ein großes Lob geht hiermit an die Veranstalter, die mit verlässlicher Straßensperrung und einem riesigen Polizeiaufgebot für ein sicheres Rennen sorgten.
Voller Vorfreude auf das nächste Rennen am 27. Juni im Frammersbach, das den dritten Lauf der German-Bike-Masters und gleichzeitig die Deutschen Hochschulmeisterschaften in der Disziplin Mountainbike-Marathon darstellt, gehen die Rhein-Neckar-Racer zurück in den Trainingsalltag.
« 06. Juni 2010 » 10. Bike-Marathon in Bad Wildbad
3. Platz für Jonas Katzer
Nachdem das erste Rennen der German Bike Masters 2010 auf Zypern ausgetragen wurde, fand beim Bike-Marathon in Bad Wildbad am 6. Juni 2010, das erste Rennen der Serie auf deutschem Boden statt. Mit insgesamt acht Fahrern war das Rhein-Neckar-Racing-Team zwar stark vertreten und dennoch mit vier defektbedingten Rennabbrüchen, vom Pech verfolgt.
Der Bürgermeister von Bad Wildbad eröffnete um 10:30 Uhr per Startschuss das Rennen der dreirundigen Langdistanz mit 83 Kilometern und 2.290 Höhenmetern. Knut Höfler, Hannes Diether, Mario Stuht und Lorant Jeschina starteten aus dem ersten Block, der für Lizenzfahrer vorbehalten war. Knut, Hannes und Mario platzierten sich zu Beginn um die Position 13.
Kurz nach der Einführungsrunde, fuhr Sascha Lieb, der zu diesem Zeitpunkt noch Gesamtführender der German Bike Masters in der Hauptklasse Hobby war, aus dem Startblock der Hobbyfahrer, zu Knut, Hannes und Mario vor und organisierte mit klaren Ansagen eine Gruppe, die ab diesem Zeitpunkt aus den vier Rhein-Neckar-Racern und zwei weiteren Fahrern bestand. Die am Anfang so gut funktionierende Gruppe zerbrach nach und nach, da zuerst Mario aufgrund von Schaltwerkproblemen, Sascha wegen eines platten Reifens und in der zweiten Runde auch Knut wegen eines Reifendefekts, die Gruppen ziehen lassen mussten (mehr dazu später).
Nun war Hannes als einziger Rhein-Neckar-Racer mit zwei anderen Fahrern unterwegs, die allerdings von ihm in der letzten Runde sowie ein weiterer Fahrer, überholt wurden. „Den Zielsprint habe ich zwar verloren, aber ansonsten lief es echt super“, meinte Hannes, der mit einem 13. Platz der Gesamtwertung sehr zufrieden ist.
Thomas Schnurstein, der ebenfalls aus dem Startblock der Hobbyfahrer ins Rennen ging, reihte sich nur unweit hinter Sascha ein. Leider musste auch Thomas das Rennen frühzeitig beenden, da ein Defekt an seiner Kurbel während des Wettkampfes nicht zu beheben war.
Für Sascha Lieb, der sein Leader-Trikot verteidigen wollte, lief es ebenfalls nicht optimal. Der Start erfolgte traumhaft. Doch dann kam der Defektteufel. Nach zwei platten Reifen und einem totalen Kettenriss war nichts mehr zu retten. Sascha stieg frustriert aus dem Rennen aus. „Heute war das Glück leider nicht auf meiner Seite. Nach den geflickten Platten konnte ich mich immer wieder zum Weiterfahren motivieren und schaffte es jedes Mal nach Vorne zu kommen. Doch schließlich nahm mir der Kettenriss den letzten Antrieb. Nach 50 Kilometern fuhr ich an Knut heran, dessen Reifen immer wieder Luft verlor und nachgepumpt werden musste. Zusammen entschieden wir, dass es heute keinen Sinn mehr hat weiterzufahren und stiegen aus. Dafür haben wir uns vorgenommen, beim Spessart-Bike-Marathon in Frammersbach am 27. Juni 2010, mit neuer Motivation und bestem Material, es richtig krachen zu lassen.“
Lorant Jeschina scheint der Umstieg vom Triathlon zum Mountainbike-Sport weiterhin Probleme zu bereiten. Trotz guter Vorbereitung, findet er nicht wirklich in das Renngeschehen und keinen Rhythmus. Wir hoffen, dass er in den nächsten Wettkämpfen sein Potential auf die Rennstrecke bringen kann.
3. Platz für Jonas Katzer auf der Kurzdistanz
Um 13.00 Uhr gingen Jonas Katzer und Florian Eitel mit 26 Kilometern und 730 Höhenmetern auf die Kurzdistanz, die eine Runde der dreirundigen Langdistanz darstellte.
Für Jonas verlief der Start nicht ideal, doch am ersten Berg konnte er zur Spitzengruppe aufschließen, sich somit vom Rest des Feldes absetzten und den Vorsprung weiter ausbauen. Dies unterstreicht erneut seine momentan gute Form.
Das hohe Tempo konnten nicht alle Fahrer mitgehen und die Gruppe verkleinerte sich im weiteren Rennverlauf auf vier Mann. Leider verlor Jonas auf der letzten Abfahrt einige Sekunden, die er auf den noch wenigen Metern zum Ziel nicht mehr aufholen konnte. Mit einem 4. Platz in der Gesamtwertung und einem 3. Platz in seiner Altersklasse, erreichte er aber an diesem Tag die beste Platzierung der Rhein-Neckar-Racer und zeigte sich zufrieden.
Florian Eitel, der das Rennen als Vorbereitung auf das Bundesligarennen in Albstadt am kommenden Wochenende nutzte, legte einen tollen Start hin und riss gleich zu Beginn des Rennens ein Loch zum Rest des Feldes. Einige Zeit später bekam er aber seine harten Trainingseinheiten der vergangenen Tage zu spüren, wurde wieder aufgefahren und reihte sich in die ankommende Gruppe ein. Das hohe Tempo konnte Florian nicht mehr mithalten und ließ sich weiter nach hinten fallen. Flo entschloss sich, einen kommenden befreundeten Langstreckenfahrer „mitzunehmen“ und fuhr gemeinsam mit ihm Richtung Ziel. Eine Platzierung auf dem 12. Gesamtrang und einem 9. Platz in seiner Altersklasse spielten für Florian an diesem Wochenende keine Rolle. Wir wünschen ihm hiermit für das Bundesligarennen am 13. Juni 2010 in Albstadt viel Erfolg!
« 30. Mai 2010 » 6. Schinderhannes-MTB-Superbike
Knapp am Treppchen vorbei. Harte Bedingungen beim 6. Schinderhannes-MTB-Superbike am Sonntag, 30.05.2010 in Emmelshausen
Der starke Regen von Samstag auf Sonntag trug seinen Teil dazu bei, dem Namen der Veranstaltung alle Ehre zu machen. Ab 8:30 Uhr schindete sich Hannes Diether auf der Marathonlangdistanz mit 90 Kilometern und 2.300 Höhenmetern. Durch einen Fahrfehler eines Vordermanns verlor Hannes zu Beginn des Rennens den Anschluss an die sechsköpfige Spitzengruppe und es gelang ihm nicht mehr die Lücke zu schließen. So bildete er zusammen mit einem anderen Fahrer die Verfolgergruppe.
Der teilweise völlig aufgeweichte Boden und das nasse Gras, das sich um Kassette und Schaltwerk wickelte, kosteten richtig Kraft und Nerven. Aufgrund der stellenweise nicht eindeutigen Beschilderungen, verfuhren sich die beiden Fahrer gleich zweimal knapp hintereinander. Die verlorenen Plätze konnten trotzdem wieder aufgeholt werden. Hannes hatte auf den letzten Kilometern noch genug Druck, um seinen Konkurrenten abzuhängen und erreichte völlig verdreckt das Ziel. Mit einem 7. Platz in der Gesamtwertung (5. Platz Altersklasse) geht es weiter bergauf.
Knut Höfler und Sascha Lieb starten um 9:30 Uhr beim Halbmarathon mit 67 Kilometern und 1.640 Höhenmetern. Knut legte erneut einen Traumstart hin, musste das Rennen jedoch wegen technischer Probleme nach 15 Kilometern aufgeben.
Für Sascha war das Rennen eigentlich als Trainingsrennen angesetzt. Das Geschehen im Rennen erzählt Sascha wie folgt: „Als ich am Morgen nach dem Aufstehen aus dem Fenster schaute, war ich wenig motiviert. Es regnete, war kalt und mir wurde schnell klar, dass es heute eine Schlammschlacht geben wird. Aber wer bei der Transalp startet, muss eben mit jedem Wetter zurechtkommen. Also ging es auf nach Emmelshausen und dort angekommen, bestätigte sich die Vermutung. Der Boden war extrem aufgeweicht und schlammig. Somit stand fest, dass es heute richtig an die Substanz gehen wird. Mit dicken Beinen von den harten Krafteinheiten der vergangenen Woche, versuchte ich nach dem Start, die Spitzengruppe zu halten, musste sie aber nach einem Kilometer ziehen lassen. Nach 15 Kilometern stand Knut an der Rennstrecke und rief mir zu, dass er ausstiege. Da war mir klar, dass ich an diesem Tag die Teamehre verteidigen muss. Zu diesem Zeitpunkt lag ich noch auf dem 18. Platz.
Auf einem Flachstück konnte ich bald richtig Fahrt aufnehmen und gleich zwei Fahrer überholen. Ab da lief es einwandfrei. Wegen der schwierigen Bodenverhältnisse hatten sich keine Fahrergruppen gebildet und so konnte ich Platz für Platz gutmachen. Die Wiesenabschnitte waren so extrem durchgeweicht, dass ich manchmal dachte, meine Reifen würden festkleben. Allerdings angetrieben durch meinen Willen, gab ich alles und fuhr weiter nach vorne. Die Aufholjagd endete mit einem guten 7. Rang in der Gesamtwertung und einem 4. Platz in meiner Altersklasse „Senioren 1“.
« 16. Mai 2010 » 9. Bikemax-Bikemarathons in Siedelsbrunn (Odenwald)
Spitzenleistungen am Hardberg: Florian Eitel gewinnt auf der Kurzstrecke, Knut Höfler siegt auf der Langdistanz
Pünktlich um 9:30 Uhr fiel am Sonntag, 16.05.2010 der Startschuss für alle drei Renndistanzen des 9. Bikemax-Bikemarathons in Siedelsbrunn (Odenwald). Die Rhein-Neckar-Racer waren mit insgesamt sechs Fahrern auf allen drei Distanzen vertreten.
Florian Eitel ließ es auf der Kurzstrecke (25 km/500Höhenmeter) richtig krachen. Die erste Hälfte des Rennens konnte sich Florian zusammen mit Knut knapp hinter der Spitzengruppe halten. Auf Grund eines Defektes musste Knut kurzzeitig anhalten und Florian ziehen lassen. Nach den langen Marathons der letzten Wochen, war Florian das hohe Tempo nicht gewohnt, fand aber immer besser ins Rennen und konnte zum Schluss richtig Gas geben. Er sicherte sich mit deutlichem Vorsprung, den Gesamtsieg auf der Kurzdistanz. Saustarke Leistung Flo!
Mittelstrecke (50 km/1.000 Höhenmeter): Sascha Lieb entschied sich für die Mittelstrecke. Nachdem er vor dem Start, knapp eine Stunde anstand, um endlich seine Startnummer zu bekommen, blieb ihm nicht mehr viel Zeit zum Warmfahren. Sascha dachte sich „was soll´s, kann man eh nicht ändern“. Also Rennklamotten an und ab auf das Fahrrad. Nach fünfminütigem Einfahren, stellte er sich zum Start auf. Wie zu erwarten, lief der Start nicht optimal. Sascha verlor auf der Anfahrt zum ersten Berg mehre Plätze. Im ersten Teil des Rennens konnte er mehreren Tempoverschärfungen nicht folgen und musste noch den einen oder anderen Fahrer ziehen lassen. In der Mitte des Rennens lag er auf dem 13. Platz. Am letzen Berg fühlte er sich super und fuhr mit einem perfekten Finish noch auf den 6. Platz. „Mir fehlt einfach noch die Rennhärte, aber die Form kommt so langsam“ sagte Sascha nach dem Rennen.
Trotz Defekt auf das Treppchen.
Knut Höfler konnte auf der Langstrecke (75 km/1.500 Höhenmeter) erneut seine starke Form unter Beweis stellen. Er gewann in seiner Altersklasse und erreichte einen großartigen dritten Platz in der Gesamtwertung. Bevor Knut wegen eines kleinen Defekts anhalten musste, konnte er sich zusammen mit Flo kurz hinter der Spitzengruppe halten. Nachdem der Reifen wieder genug Luft hatte, reihte sich Knut für die folgenden 35 km in der Verfolgergruppe ein. Zu Beginn der letzten 25 km, kämpfte er mit zwei weiteren Fahrern um den letzten Podestplatz auf der Langstrecke. Die beiden Konkurrenten mussten Knut jedoch, einer nach dem anderen, ziehen lassen und Knut fuhr die letzten 15 km alleine. Erschöpft aber glücklich erreichte Knut nach 3:08 Stunden das Ziel.
Ebenfalls auf der Langstrecke unterwegs waren Jonas Katzer und Hannes Diether. Nach kurzer Absprache zu Beginn des Rennens, fuhren sie gemeinsam eine Gruppe nach der anderen auf und reihten sich in eine schnelle Mittelstreckengruppe, unweit hinter der Spitzengruppe, ein. Nach circa 40 km musste Hannes aufgrund eines Schadens am Vorderrad anhalten und kam dann mit einem Zeitverlust von 10 Minuten zurück ins Rennen. Während Jonas zwar nicht mehr zur Spitzengruppe aufschließen, das hohe Tempo aber trotzdem bis zum Schluss durchfahren konnte, musste Hannes einsehen, dass eine Top-Ten-Platzierung nicht mehr zu erreichen sein wird und fuhr das Rennen in seinem Tempo zu Ende. Er kam als Vierzehnter ins Ziel. Jonas traf nach 3:15 Stunden im Finish ein und belegte einen hervorragenden 7. Platz.
Das Rennen seines Lebens sollte es für Thomas Schnurstein, der als vierter Mann der Rhein-Neckar-Racer auf der Langstrecke unterwegs war, nicht werden. Von Anfang an hatte er mit Rückenschmerzen zu kämpfen. Obwohl er sich zu Beginn auf Position 10 platzierte, fand er keinen Rhythmus und fühlte sich unwohl. „Der Kopf wollte heute einfach nicht“, sagte Thomas. Er beendete das Rennen vorzeitig nach 50 Kilometern.
Mit Freude schaut das Rhein-Neckar-Racing-Team auf den 30. Mai 2010, an dem es beim 6. Schinderhannes-Bikemarathon in Emmelshausen am Start sein wird.
« 02. Mai 2010 » Rocky-Mountain-Bike-Marathon in Riva del Garda
Licht und Schatten beim Rocky-Mountain-Bike-Marathon in Riva del Garda
Am vergangenen Samstag starteten sieben Fahrer des Teams Rhein-Neckar-Racing bei einem der härtesten Mountainbike-Marathons im italienischen Riva del Garda. Mit Steigungen bis zu 14 % in technisch schwierigem Gelände wurde von den Rhein-Neckar-Racern und dem Material alles abverlangt.
Nach dem Maxxis das Team am Vortag noch mit neuen Reifen ausgestattet hatte, starteten Hannes Diether, Lorant Jeschina und Mario Stuth auf der Ronda Extrema, einer Marathonstrecke, bei der knapp 110 Kilometer und 3.600 Höhenmeter zu überwinden waren.
Hannes fuhr mit einer Zeit von 5:40 Stunden ins Ziel und konnte sich damit den 71. Platz in dem sehr stark besetzten Fahrerfeld mit mehreren Landesmeistern und weiteren Top-Athleten der Weltspitze sichern.
Mario erreichte nach 6:04 Stunden das Finish und belegte somit den 101. Rang. Lorant, der in der Klasse Master startete, kam nach 6:19 Stunden ins Ziel und belegte in seiner Gruppe den 48. Platz.
Auf der Renndistanz Ronda Grande mit rund 90 Kilometern und 2.800 Höhenmetern, waren Sascha Lieb, Knut Höfler, Jonas Katzer und Florian Eitel am Start. Nachdem die Teilnahme von Sascha, Knut und Florian auf Grund von Krankheit und Verletzungen wenige Tage vor dem Wettkampf noch nicht sicher war, fand Florian schon zu Beginn sehr gut ins Rennen und konnte sich im Vorderfeld positionieren. Er kam nach nur 4:02 Stunden als bester Rhein-Neckar-Racer ins Ziel.
Nur knapp hinter ihm kam sein Trans-Alp-Partner Jonas mit einer Zeit von 4:07 Stunden an und stellte so erneut seine starke Form unter Beweis.
Bei Sascha Lieb hingegen machten sich die Erkältung und die Folgen eines Sturzes aus dem letzten Rennen bemerkbar. Sascha stellte während des Rennverlaufs schon früh fest, dass er noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, kämpfte sich aber trotzdem über die gesamte harte Streckendistanz und belegte nach 4:25 Stunden den 59. Platz.
Vom Pech verfolgt wurde Knut Höfler. Nach einer Erkältung in der Vorwoche, hatte er zu Beginn des Rennens mit Atembeschwerden zu kämpfen. In einer der zahlreichen technisch anspruchsvollen Abfahrten stürzte er schwer. Nach langer Materialreparatur und Verarztung auf der Strecke, fuhr er schließlich den Marathon auf der Kurzstrecke zu Ende.
Alles in allem zeigen die Biker vom TV 1893 Viernheim aufsteigende Form und blicken nun zuversichtlich dem Saison-Höhepunkt im Juli, der Trans-Alp, einem Etappenrennen über die Alpen, bei dem in 8 Tagen ca. 600 Kilometer und 19.500 Höhenmeter zurückgelegt werden müssen, entgegen.
« 25. April 2010 » XC vom Feinsten in Kottenheim
Am Sonntag, 25. April 2010 wurde in Kottenheim (Eifel) neben dem Finallauf des 6. Poisonbike-Cups auch die Süd-West-, Rheinland-Pfalz- und die Saarland-Meisterschaften ausgetragen. Dementsprechend stark besetzt war das Fahrerfeld.
Bei perfekten Bedingungen gingen für das Rhein-Neckar-Racing-Team Sascha Lieb, Mario Stuth und Hannes Diether an den Start, die aber weder für den Poisonbike-Cup, noch für eine der anderen Meisterschaften gemeldet waren.
Um 13.10 Uhr fiel in der Klase „Senioren 1“ der Startschuss für Sascha. Er konnte sich gut auf Position Acht halten, bis er in der zweiten Runde stürzte und auf den 10. Platz zurück fiel. Sascha versuchte noch einmal alles, konnte aber die Lücke zu den vorderen Fahrern nicht mehr schließen und beendete das Rennen mit einem guten 10. Platz.
Um 15.30 Uhr mussten Hannes und Mario in der Klasse „Herren“ ran. Für Mario war es das erste XC-Rennen überhaupt. Nach dem Start lag er auf Position 26 und konnte sich in den ersten 2 Runden auf den 11. Platz vorarbeiten. Doch musste er dem technisch schwierigen Kurs seinen Tribut zollen und verlor Runde um Runde an Boden. In der siebten von neun Runden riss ihm, auf Platz 15 liegend, die Kette und somit war das Rennen für ihn leider beendet.
Hannes legte einen tollen Start hin und konnte sich am ersten Berg gut positionieren. Nachdem sich das Fahrerfeld sortiert hatte, fand man Hannes nun auf einem hervorragenden 12. Platz. Nach kurzer Zeit hatte er seinen Rhythmus gefunden und fuhr konstant seine Runden. In der vorletzten Runde wurde er dann doch noch von einem Fahrer überholt und fuhr als glücklicher 13-ter ins Ziel. Hannes scheint so langsam in Tritt zu kommen. Mal schauen, was die nächsten Wochen bringen…
Optimistisch sehen die drei Rhein-Neckar-Racer dem kommenden Wochenende entgegen, an dem der Großteil des Teams Rhein-Neckar-Racing beim Bike-Festival in Riva del Garda in Italien an den Start gehen wird.
Auf diesem Wege wünschen wir auch den zwei kränkelnden, Knut Höfler und Florian Eitel, alles Gute und eine schnelle Genesung und hoffen, dass auch Sie am Wochenende wieder fit sind.
« 17. -18. April 2010 » Kellerwald-Bikemarathon
Starke Vorstellung des Rhein-Neckar-Racing Teams beim Kellerwald-Bikemarathon
Fast schon traditionell findet jedes Frühjahr der Marathon-Saisonauftakt beim Kellerwald-Bikemarathon statt. Am Start der 80km-Strecke standen dieses Jahr 7 Fahrer des Rhein-Neckar-Racing Teams, das auch dieses Jahr wieder für den TV 1893 Viernheim die Rennlizenz gezogen hat.
Allen voran konnte Knut Höfler wieder eine sehr starke Leistung abrufen. So fuhr er bis 10 Kilometer vor Schluss in der Gruppe, die um den Gesamtrang 3 kämpfte. Knut zu dem letzten und entscheidenden Abschnitt des Rennens: „Plötzlich bemerkte ich, dass ich ein Loch gerissen hatte. Also ging ich volles Risiko, um den Gesamtrang drei herauszufahren und meine Klasse zu gewinnen. Der Vorsprung wuchs immer weiter, aber an der letzten Rampe hat’s
mir den Stecker gezogen.“ Knut wurde von der Gruppe überholt und hatte nach seiner Attacke keine Chance mehr dagegenzuhalten. Das Ergebnis kann sich dennoch sehen lassen: 3. Rang in seiner Altersklasse und der 7. in der Gesamtplatzierung in einem sehr stark besetzten Feld.
In der Nachwuchsklasse U-23 konnten Jonas Katzer und Florian Eitel gemeinsam den Sieg einfahren. Nachdem sich beide die erste der beiden 40km-Runden alleine durchgeschlagen hatten, konnte Jonas nach einer kleinen Schwächephase von Florian, zu ihm aufschließen und sie beschlossen, auch hinsichtlich ihrer gemeinsamen Trans-Alp-Teilnahme, das Rennen gemeinsam zu beenden. Die beiden harmonierten gut und konnten so einen ungefährdeten Sieg einfahren.
Hannes Diether bestritt das Rennen aus dem vollen Training heraus, da er die Woche zuvor harte Trainingseinheiten hinter sich gebracht hatte und musste daher sein eigenes Tempo anschlagen. Mit ihm wird jedoch bei den nächsten Rennen wieder unter den Top 10 zu rechnen sein.
Auch Thomas Schnurstein befindet sich zurzeit noch in der Trainingsphase, konnte aber dennoch einen starken 10. Rang in seiner Kategorie einfahren.
Für die beiden Neuzugänge Lorant Jeschina und Mario Stuth war es ein harter Einstieg in die Saison. Während Lorant nach zwei Dritteln des Rennens mit Krämpfen zu kämpfen hatte, musste Mario bei seinem ersten Mountainbikerennen, die Unterschiede zu seiner sportlichen Herkunft, dem Triathlon, kennen lernen. Er schlug sich jedoch gut und verpasste mit dem 11. Rang nur knapp die Top 10.
« 28. Maerz 2010 » 3. Platz für Knut beim Poison Bike Cup in Boos
Nachdem Knut und ich das Traininglager in Zypern gut abgeschlossen hatten, machten wir uns am 28.03.2010 auf nach Boos, um nach langer Zeit mal wieder bei einem Crosscountry-Rennen zu starten und uns ordentlich mit Laktat zu spülen. Schon beim Warmfahren war klar, dass das ein spannendes XC-Rennen wird. Die Strecke hatte alles, was das MTB-Herz höher schlagen lässt: Wurzeltrails, kurze Steilabfahrten mit Anlieger, steile Anstiege im schwierigen Gelände und Bachüberquerungen. Was will man mehr?!
In der ersten von insgesamt sieben Runden, war das Feld noch dicht beieinander. Knut lag auf dem vierten und ich auf dem neunten Platz. Doch plötzlich überschlugen sich die Ereignisse. Knut konnte das Tempo mitgehen und noch einen Platz gutmachen. In den darauf folgenden fünf Runden kämpfte er gegen Jan Rössel von HaiBike um den 2. Platz. Bei einer Überrundung wurde er kurzfristig aufgehalten und konnte die Lücke zu Jan nicht mehr schließen. Dadurch erreichte er „nur“ einen guten 3. Platz.
Ich konnte noch auf den 7. Platz vorfahren, wurde aber in der vierten Runde von einem Fahrer überholt und kam schließlich als achter ins Ziel.
Mein Fazit: Ein echt geiles Rennen und Knut auf dem Treppchen! So kann es weitergehen!
Eurer Sascha
« 15. bis 22. Maerz 2010 »
Trainingslager Zypern mit perfektem Saisonstart
Vom 15.03.2010 bis zum 22.03.2010 befanden sich Knut Höfler und Sascha Lieb im Trainingslager auf Zypern. Die Wetterbedingungen waren mit sonnigen 24 Grad optimal zur Vorbereitung für die neue Rennsaison.
In dieser Woche standen mehrere Grundlageneinheiten und leichte Kraftintervalle auf dem Trainingsplan. Zum Abschluss des Trainingslagers war eine harte Wettkampfeinheit vorgesehen. Deshalb starteten die Rhein-Neckar-Racer am Sonntag bei sonnigen 30 Grad, um 11:00 Uhr, auf der Langdistanz des Aphrodite Trophy Marathons. Die Rennstrecke ging über 80 km und 2.500 Höhenmeter.
Für Sascha war es nach 1,5-jähriger Pause sein erstes Rennen. Darum war klar, dass er vom Start weg sein eigenes Renntempo fahren musste. Knut dagegen fuhr nach dem Start sofort an die Spitze und konnte sich dann deutlich von der Führungsgruppe absetzen. Von Magenproblemen geplagt, musste er das Rennen mehrmals kurzzeitig unterbrechen, was ihn jedoch nicht daran hinderte, in der Klasse Master-Lizenz nach 3 Stunden und 54 Minuten, den ersten Platz zu belegen. Sascha, der kontinuierlich sein Renntempo fuhr, kam nach 4 Stunden und 3 Minuten ins Ziel und musste mit Verwunderung feststellen, dass er die Klasse Hobby-Masters für sich entschieden hatte. Ein Wiedereinstieg hätte somit nicht besser laufen können.
« 09. und 10. Januar 2010 » Querfeldein - DM in Magstadt
Vergangenes WE war es soweit, der diesjährige Höhepunkt von Marios und meiner Cross- Saison stand mit der DM in Magstadt an.
Das Wetter ermöglichte in letzter Zeit ja schon sehr „zielgerichtetes Training“, soll heißen, durch den Schnee und die Temperaturen waren wir schon recht gut auf die Bedingungen vorbereitet. Meine Hoffnungen auf eine Platzierung um Platz 20 herum hatten durch das Rennen in Herford einen deutlichen Dämpfer erfahren, auch die Hoffnung nicht durch den Profi Jens Schwedler (der vor einigen Jahren noch Deutscher Meister bei den Profis in der Elite- Klasse geworden war) überrundet zu werden war eher gering, zumal er auch gleichzeitig Deutscher Meister und Weltmeister in der Master- Klasse ist und in seiner „eigenen Liga“ fährt.
Magstadt ist mit seinem bergigen und technisch anspruchsvollen Kurs schon an sich einen DM- würdig, erfuhr aber durch die Bedingungen am WE noch eine weitere Steigerung. War das letzte Rennen in Herford durch den Schnee und den tiefen Boden technisch schon schwer und konditionell anspruchsvoll, so mussten wir in Magstadt mit stellenweise spiegelglattem, gefrorenen Boden kämpfen, der die Fahrt teilweise zu einem echten „Eiertanz“ werden ließ! Die vielen Höhenmeter sorgten für die entsprechende konditionelle Belastung. Ich muss gestehen, dass als ich vom Abfahren der Strecke kam schon ganz schön Angst hatte vernünftig über den Kurs zu kommen, weil ich das Gefühl hatte nur unkontrolliert herum zu rutschen!
Am SA ging es für mich bei den Senioren los, von den knapp 70 gemeldeten Startern hatten sich noch 36 Starter eingefunden, um bei minus 6 Grad das Rennen aufzunehmen. Meine Startvorbereitungen verliefen fast nach Plan, 25min Warmfahren auf der Rolle, anschließend noch ein Streckenbesichtigung, die mit der entsprechenden höheren Belastung für ein zweiten Belastungsschub sorgte und dann noch kurz umziehen und mit trockenen Sachen 10min vor dem Start losrollen um mich beim Start aufzustellen. Wie erwartet musste ich mich als einer letzten im Starterfeld einreihen, schaffte es aber mich etwas weiter nach vorne zu stellen. Noch zwei Minuten, noch eine Minute, noch 30 Sekunden bis zum Start und schon ging es mit Vollgas los, zuerst auf einer langen Straße ansteigend die Start/Ziel- Gerade hoch bis man in der ersten Runde dann links ins Gelände abbiegen musste. Ich konnte mich etwas weiter nach vorne schieben und passierte die Stelle, wo schon meine Freunde Mario und Jojo standen und die riefen mir meine Platzierung zu: „20ter!“ Na, das war doch genau die richtige Motivation und ich versuchte möglichst sturzfrei und kontrolliert zu fahren um weiter in diesem Bereich zu bleiben. Mir machte weniger die steile verschneite und vereiste lange Abfahrt zu schaffen, die ich recht gut bewältigte, als die engen Kehren, bei denen ich mir nicht sicher war wie schnell ich die wirklich fahren konnte um kontrolliert zu rutschen- da habe ich noch einige Sekunden liegen lassen. Insgesamt konnte ich aber doch mit meiner Leistung zufrieden sein. Im Laufe des Rennens wurde ich teilweise noch überholt und konnte auch wieder Leute überholen und hatte noch das Gefühl mein Rennen von meiner Kraft her gut eingeteilt zu haben, immer um Platz 19- 21 fahrend. Das Rennen war auf 6 Runden angesetzt, aber leider wurde ich gegen Ende der 4ten Runde von Jens Schwedler überrundet und kurz darauf stand auch schon ein Rennkommissär auf der Strecke und erklärte das Rennen für mich für beendet, da ich zu den „aussichtslos zurückliegenden Fahrern“ gehörte, die dann vom Kurs müssten. Leider gibt es diesen Passus im Reglement und dieser wurde auch gnadenlos angewendet, auch wenn ich niemanden behindert hatte und wohl von niemand anders überrundet worden wäre. Und das betraf nicht nur mich, sondern ab Platz 15 jeden weiteren Fahrer! Da nur die kompletten Runden berechnet wurden und da die Zieldurchfahrt zählte, bei der ich gerade am Hinterrad eines Mitstreiters fuhr stand später in der Ergebnisliste bei Runden: -3, Platz 21 und die Zeit nach der 3ten Runde. Beim Profi stand dann eine 6, Platz 1 und die Gesamtzeit- gar nicht gut für die Optik, das sah ja so aus, als ob ich halb so schnell war wie er. Viele andere Starter waren mit dem frühen Ausschluss auch nicht so glücklich, da man ja erstens kein Profi ist und immerhin sich einer DM gestellt hat (mal ganz abgesehen davon, dass keineswegs nur schlechte Fahrer herausgenommen wurden) und wenn überhaupt nur der Führende „gestört“ wurde und man im eigenen Interesse Platz für deutlich schnellere Fahrer macht. Auch für die Betreuer und Zuschauer wirkt das dann etwas trostlos, wenn nur noch 15 Mann sich auf einer 2,5km langen Runde verteilen.
Nun ja, so kann ich mir dann weiterhin das Ziel der Top 20 und nicht überrundet zu werden für die kommende DM setzen, die fast schon ein Heimspiel wird, da sie in Lorsch stattfindet. Insgesamt war ich aber doch sehr zufrieden und kann sagen, dass sich das Wintertraining ausgezahlt hat. Ein ausgiebiger Besuch bei einer Burger Schmiede mit meinem „Supporter Team“, bestehend aus meiner Freundin, Marios Freundin, Mario und Jojo rundete den Tag ab- ihnen hier noch mein Dank!
Am SO war dann der Start der Elite- Klasse, und auch da waren anstelle der gemeldeten 75 Fahrer nur 40 Starter da, Der Kurs war noch etwas rutschiger geworden, bedingt durch die vom Schnee freigefahrenen- und gebremsten Stellen, die somit vereist waren. Schon bei dem vorhergehenden Frauenrennen war die mehrfache Deutsche Meisterin und auch Welteisterin Hanka Kupfernagel gestürzt und die ist eine hervorragende Technikerin. Mario war durch seine berufliche Belastung in den letzten zwei Tagen vor der DM etwas müde, trotz allem wollte er sich erstmals der Herausforderung stellen mit Lizenz in der Elite- Klasse zu starten, die mit bekannten Namen aus der Cross-, RR- und MTB- Szene gespickt war. Da sah man Profis vom Milram- Team, ebenso wie die letztjährigen Cross- Weltmeister und Vize- Weltmeister in der U23 Klasse und auch viele MTB- Profis mit DM und EM- Ehren. Somit galt es für ihn Erfahrungen zu sammeln und man muss seinem Mut, beim schwersten Rennen der Saison seinen Einstand zu feiern schon Respekt zollen für seinen Mut. Und wenn man sich die Materialschlacht anschaut, dann waren wir beide eher am untersten Ende der Materialskala, Carbon- Laufräder von Lightweight und Carbon- Rahmen sind da schon fast Standard! Und das bei einer Sportart, bei der Stürze im Rennen fast an der Tagesordnung sind.
Warmfahren lief bei ihm nach dem gleichen Muster wie bei mir ab und auch er kam mit bedenklicher Miene von der Kursabfahrt zurück. Während ich ja wenigstens schon auf mehrere Jahre mit MTB und Cross- Erfahrung zurückblicken kann, hat er sich damit erst im letzten halben Jahr damit auseinandergesetzt. Somit liegen seine Defizite als (sehr guter!) Triathlet vor allem (noch)im technischen Bereich.
Nach dem Start ging es dann auch bei ihm richtig zur Sache, da wurde noch etwas rabiater um eine gute Position bei der Einfahrt in den ersten Singletrail gekämpft- so breite Ellenbogen hatte Mario noch nie…Da er aber auch aus der letzten Startreihe losfahren musste konnte ich ihm nur die 34te Platzierung am Eingang zum ersten Singletrail zurufen. Leider konnte er sich weder verbessern, noch die Position halten, da er dann doch mit dem technischen Kurs mehr als ihm lieb war zu kämpfen hatte, auch wenn er sturzfrei durchkam. Unglaublicher Weise konnte er schon nach 2,5 Runden den Führenden vorbeifahren sehen und beendete darauf das Rennen um nicht wie er sagte die folgenden Fahrer zu behindern. Insgesamt sollten nur 11 Fahrer die volle Distanz bewältigen, alle anderen wurden vorzeitig aus dem Rennen genommen!
Trotz dieser doch eher kurzen Fahrt hatten wir viel Spaß bei der DM und was die Platzierungen angeht muss man einfach sagen, dass wir gegen die Besten Querfeldeinradfahrer Deutschlands auf dem schwersten Kurs bei schwersten Bedingungen uns der Herausforderung gestellt haben. Leichter wäre es sicher gewesen keine Lizenz zu beantragen und bei Hobby- Rennen vordere Platzierungen einzufahren, aber das wollten wir nicht.
Nun werde ich in 2,5 Wochen noch versuchen meine gute Form beim Ice-Rider mit dem MTB auszuspielen, danach wird es wieder für 2 Monate im Training zur Sache gehen, wir werden an der Grundlage, Kraftausdauer und Maximalkraft arbeiten um uns auf die MTB- Saison vorzubereiten, die sowohl aus CC- Rennen, als auch aus Marathons bestehen wird. Und in zwei Wochen ist hoffentlich auch der Schnee endlich weg und wir können mit unseren Team- Kollegen einen ersten internen Test bestreiten...ich kann es kaum erwarten und freue mich auf eine aufregende, anstrengende und lustige Saison mit unserem Team.
Lorant
































































